Anhaltende Gelenkbeschwerden nicht selbst kurieren!
Statt über Wochen oder Monate immer wieder rezeptfreie Schmerzmittel einzunehmen, sollten Patienten bei anhaltenden Schmerzen umgehend einen Arzt aufsuchen. Denn rezeptfrei heißt nicht harmlos. Grundsätzlich sollten rezeptfreie Schmerzmittel ohne die Empfehlung des Arztes nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat eingenommen werden.
Verschiedene Arten von Rheuma
Unter den Sammelbegriff "Rheuma" fallen verschiedene Erkrankungen. Die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung ist die Rheumatoide Arthritis. Etwa 0,5 bis 1 Prozent der Bundesbürger sind betroffen, zwei Drittel davon Frauen. Anzeichen für eine Rheumatoide Arthritis sind unter anderem geschwollene oder schmerzhafte Gelenke und Morgensteifigkeit, die länger als eine Stunde anhält. Diese Erkrankung beginnt oft mit Schmerzen der kleinen Gelenke, zum Beispiel, wenn die Hände bewegt werden. Später schmerzen auch große Gelenke in Ruhe, wie die Hüft- oder Kniegelenke. Unbehandelt führt die entzündliche Erkrankung zu Gelenkdeformationen und Funktionsverlusten, so dass sich Patienten etwa nicht mehr alleine die Strümpfe anziehen können.
Schneller Therapiebeginn entscheidend
Je schneller erkrankte Patienten mit einer adäquaten Therapie beginnen, desto besser. Wer zu lange wartet, riskiert dauerhafte Gelenkschäden. Die beste Prognose haben Patienten, wenn die Rheumatoide Arthritis bereits nach drei bis vier Monaten behandelt wird. Tatsächlich beginnen die meisten Therapien aber erst nach einem Jahr voller Beschwerden. Neben Schmerzmitteln und kortisonähnlichen Medikamenten werden gegen rheumatische Erkrankungen zum Beispiel Basistherapeutika eingesetzt, die den Krankheitsverlauf langfristig günstig beeinflussen.










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